Ortsteil Lumpzig

Lumpzig wird erstmals in einer Urkunde des Bischofs Udo I. von Naumburg im Jahre 1140 als Lomzke genannt. Ein Heinrius de Lumpzhicz wird 1291 erwähnt. Der Ort gehörte zur Familie von Ende aus Kayna und bestand vermutlich lediglich aus einem Vorwerk mit Schäferei. Im Jahre 1668 wurde das heutige Herrenhaus von Heinrich Hildebrand von Einsiedel erbaut, welches von 1948 bis 2007 als Alten- und Pflegeheim genutzt wurde. Das dazugehörige Rittergut ging 1798 in bürgerlichen Besitz über. Es besaß 1935 eine Flurgröße von 137 Hektar und wurde somit im Zuge der Bodenreform 1945 enteignet. Südlich des Hauptortes, etwas außerhalb gelegen befindet sich die letzte Bockwindmühle des Altenburger Landes aus dem Jahre 1732 und stellt somit die älteste dieser Art in ganz Thüringen dar. Die sich am südwestlichen Dorfrand befindliche Kirche entstand im Jahr 1830. Seit der Errichtung der Molkerei Großbraunshain 1897 wird die regionale Spezialität Altenburger Ziegenkäse hergestellt. Der Ortsteile Großbraunshain, Hartha, Kleintauscha und Braunshain wurden am 1. Juli 1950 eingegliedert, letzterer gehörte vormals nicht zum thüringischen Landkreis Altenburg, sondern zum Landkreis Zeitz in der vormals preußischen Provinz Sachsen. Der Ortsteil Prehna wurde am 1. Januar 1957 eingegliedert.

Das Wahrzeichen der Gemeinde Lumpzig

 

http://www.bockwindmuehle-lumpzig.de

 

Der Altenburger Bauernhöfe e.V., die Gemeinde Lumpzig und die VG Mehna machten es möglich, dass in der Bockwindmühle wieder Mehl gemahlen werden kann. Unsere Windmühle wird als technisches Denkmal in der Zukunft ein touristischer Anziehungspunkt sein und macht somit unsere Region für Interessenten aus Nah und Fern attraktiv.